Aufreger: Maler sind Geringverdiener?

Aufreger: Maler sind Geringverdiener?

Bildnachweis: Screenshot des Artikels von spiegel.de

Grobes Faul, SpiegelOnline!

Ich staunte nicht schlecht, als ich über diesen Artikel bei SpiegelOnline stolperte. Genauer gesagt: die Kombination Überschrift, Artikelbild und Beschreibung, sowie Artikelinhalt machten mich etwas wütend.

Der Artikel an sich handelt über die Möglichkeiten von Geringverdiener, etwas für’s Alter zu sparen. Zum Beispiel mit der Riester-Rente. Soweit so gut.

Was mich aufregt? Die Überschrift: „Riester-Rente – Renditeturbo für Geringverdiener“. Da drunter das riiiiesige Artikelbild. Was sehen wir? Einen Maler bei der Arbeit. Folgerichtig ist die Bildunterschrift: „Maler bei der Arbeit: Auf der Riester-Rente wird oft zu Unrecht herumgetrampelt“.

Wie soll ich das verstehen? Zwei Versuche: Maler sind Geringverdiener? Oder sind es die Maler die zu unrecht auf der Riester-Rente herumtrampeln? Man weiß es nicht. Letzteres mag sicherlich sein. Aber ein Malergeselle in Vollzeitbeschäftigung ist doch kein Geringverdiener!

Ja, wo ist denn der Maler?!

Noch ein lustiger Aspekt aus dem Artikel: Die Beispielrechnung für einen Geringverdiener bezieht sich auf eine alleinerziehende Mutter, die mit brutto 1.500€ nach Hause gehen muss. (Zum Vergleich: ein Malergeselle in Vollzeit bekommt brutto plusminus 2200€).

Nach dem Maler sucht man übrigens in den Tiefen des Artikels vergebens…

Ob die Riester-Rente nun etwas bringt oder nicht, dass ist mir gerade egal. Was mir nicht egal ist, dass der Maler in die Schublade der Geringverdiener geworfen wird!

Es bleibt die Hoffnung, dass in der Redaktion auf die schnelle ein schickes Bild gefunden werden musste, ohne weitere Überlegungen.

Sieht man in der SpiegelOnline-Redaktion Maler (und damit gleichzeitig auch so viele andere Handwerksberufe!) ernsthaft als Geringverdiener, sage ich: schönen Dank für Ihre tolle Werbung für unser geliebtes Handwerk!

2 Comments

  • Schöne Stellungnahme.
    Es erschließt sich wirklich nicht so ganz, was der Maler in diesem Zusammenhang zu suchen hat.
    Bitte auf dem Laufenden halten, sollte sich Spiegel Online tatsächlich melden und eine Erklärung abgeben…

    Sonnige Grüße
    Jens

    13. Juni 2013 at 13:35
  • Ich finde es auch schade, dass der Artikel suggeriert, dass Maler zu den Geringverdienern gehören. Dies ist definitiv nicht der Fall.

    Schade dass Spiegel Online sich hier so einen Fehltritt geleistet hat.

    30. Juli 2013 at 14:50

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