Digitalisierung für Maler? Mal im ernst jetzt!

Digitalisierung für Maler? Mal im ernst jetzt!

Vierpunktnull hoch drölfzig!

Es ist in aller Munde, man liest es überall, täglich in den Nachrichten… Digitalisierung! Industrie4.0! Handwerk4.0! Olé!


Ich find’s gut. Also dieses „Neuland“, oder Digitalien. Und nein, ich werde nun kein Loblied singen auf irgendwas, oder eine politisch angehauchte Forderung zum Breitbandausbau oder ähnlichem rausposaunen.


So.


Jetzt aber mal ernsthaft hier: was sich immer alles so super spannend, neu und aufregend anhört ist doch eigentlich kein Hexenwerk (Entschuldigung. Ich bin mit dem Zeug aufgewachsen.).


Ich beziehe mich nun ausschließlich auf unser Handwerk. Mein Handwerk: das Malerhandwerk.


Wie ist da eigentlich der Stand der Dinge Digitalisierung? Anders formuliert: welche Möglichkeiten hat man als Malerbetrieb so richtig digital zu sein? Ich denke, folgendes ist aktuell möglich und/oder „state of the art“ (und hey, wenn ich was vergessen habe, bitte kommentieren! Danke!):


Erstmal: Außendarstellung/Werbung

  • Homepage. Junge, Du brauchst ne Homepage!
  • Blog. Kerl, erzähl was von Dir und deiner Firma. Blogge! Nach Feierabend! Regelmäßig!
  • Social Media und Co. Siehe Blog. Nur mit weniger Text, aber mehr Interaktion und Kontakten. Nachteil: die Menschen stellen Fragen und wollen kommunizieren. Also kurz gesagt: Du brauchst einen regelmäßig bespielten Account bei: Facebook, Twitter, Pinterest, Instagram, Houzz, homify, Google+, Snapchat, Youtube… äh… ja. In etwa die.
  • Bewertungsportale. Werde Sternchenjäger.
  • E-Mail-Newsletter. Das Flugblatt2.0. Nervt manche Menschen vielleicht.
  • Google-Adwords, Facebook-Anzeigen & Co. Joa, kann man machen. Gelbe Seiten blättern ist out!
  • QR-Codes. Ja, nein, also… man weiß es nicht.


Zweitensmal: Interne Abläufe. 

  • Papierloses Büro. Wusstest Du nicht? Wer totes Holz bedruckt, grillt auch Katzenbabys.
  • Mobile Zeiterfassung. Echt praktisch! Man ist quasi live dabei, wenn einem die eigene Kalkulation um die Ohren fliegt. Lohnt sich nicht für 2-Mann-Firmen. Ernsthaft: nützlich! Und: siehe Katzenbabys.
  • Geräte und Maschinenverfolgung mit RFID-Chips. Genau sehen, auf welcher Baustelle was geklaut wurde.
  • GPS-Tracking der Firmenfahrzeuge. Paranoid? Maler-Notdienst? Will sagen: kann. Muss nicht.
  • Elektronisches Fahrtenbuch. Praktisch und das mit den Katzenbabys.
  • Fotoaufmaß. Ziemlich praktisch und funktioniert!
  • Aufmaß per App und Bluetooth-Lasermessgerät. Auch ziemlich praktisch. Siehe Katzenbabys.
  • Kalkulationssoftware mit Kundendatenbank. Ich mein ja nur. Vor ein paar Jahren kannte ich noch jemanden, der machte das alles per Schreibmaschine. Immerhin elektrisch, aber… egal! Word, Excel? Naja.


Drittensmal: Kundenberatung.

  • Farbgestaltung bzw. Räume visualisieren. Da gibt’s ne App für. Auch online. Finde ich sehr gut! Geht auch mit Photoshop (wenn Du zu viel Geld hast.).
  • Virtual Reality. Hatten wir schonmal in den 90ern. Da sah es aber kacke aus. Heute sieht es täuschend echt aus. Richtig gut. Trend!
  • Augmented Reality. Entwickle eine App, für viel Geld. Gimmick für Deine Kunden.

 

Aufgepasst! Resümee.


Glückwunsch. Wenn Du das alles in Deinem Betrieb hast, bist Du total Vierpunktnull. Du hast eine Unmenge an Geld investiert und trotzdem läuft es ab und zu nicht rund. Weil das eben so ist.


Lass Dich nicht verrückt machen von dem Hype. Es sind einige Dinge dabei, die wahrscheinlich (subjektiv gesehen) schon Standard sind, einige total unnötig und einige, die Dir den Alltag wesentlich einfacher machen. Choose what you need.


Und bevor wir das vergessen: was ist mit einspunktnull? Wird das automatisch vorausgesetzt, obwohl es da schon manchmal hapert? Sowas wie Zuverlässigkeit, Wertschätzung und ordentliche Arbeit für einen fairen Preis. Für beide Seiten.


Habe ich was cooles, Digitales vergessen? Klärt mich auf! Danke!

 

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