Parksünder

Parksünder

Unter diesen Umständen als Falschparker und rücksichtslos bezeichnet zu werden, ist mir auch noch nicht passiert. Vorallem etwas überraschend, da ich bereits öfters an dieser Stelle geparkt habe. Weit und breit kein Verbotsschild.

Wir renovieren schräg gegenüber ein Treppenhaus und heute morgen kam dann eine ältere Dame herein. Die Tür stand wegen der Durchlüftung offen, da wir letzte Lackierarbeiten ausführten.

Wem denn der Kastenwagen gehöre, fragte Sie –  Guten Morgen. Das ist meiner. – Es wäre eine Frechheit so zu parken!

Der hysterische Unterton in ihrer Stimme machte mich stutzig. Sollte ich tatsächlich eine Garage übersehen haben? Kommt die Müllabfuhr nicht mehr durch die enge Straße?

Nein. Ich stehe mit meinem Auto vor ihrem Fenster. Sie müsse dort arbeiten. Es wäre jetzt stockdunkel. Gut, ein heller Tag war heute nun wirklich nicht. Alles grau in grau. Die Frage, ob sie kein elektrisches Licht hat, lag mir einen kurzen Moment auf der Zunge.

Also gingen wir zum Auto. Während des kurzen Fussmarsches durfte ich mir noch ein paar Vorträge anhören. Kurzfassung: rücksichtslos… das macht man nicht… darauf muss man doch achten.

Schlussendlich setzte ich den Wagen eine halbe Wagenlänge zurück. Ich hielt es für sinnvoll (und zeitsparender) auf keine Diskussion einzugehen. Nach einem freundlichen „Bitteschön“, folgte ein eher unwilliges Dankeschön.

Naja. Eigentlich kein Grund die Höflichkeitsformen zu vergessen. Achso…

…DAS Fenster und der Transporter. Hätten Sie drauf geachtet?

2 Comments

  • Noch immer macht doch der Ton die Musik oder? Wenn die Dame Sie freundlich gebeten hätte, etwas zurück zu fahren, hätten Sie das bestimmt gerne gemacht. Aber sich dumm anmachen zu lassen, wer will das schon?

    Mit farbenfrohen und 🙂 freundlichen Grüßen, Ihr Opti-Maler-Partner
    Werner Deck

    25. Oktober 2012 at 6:14

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