Macht es gut und Danke für den Fisch

Macht es gut und Danke für den Fisch

So verabschieden sich die Delfine in Douglas Adams Klassiker „Per Anhalter durch die Galaxis“. Es geht ums Verabschieden. Von Kunden, oder von mir, oder in beiderseitigem Einvernehmen?

Manchmal, und der Prozentsatz ist verschwindend gering, hat man ein komisches Gefühl bei einer Baustelle. Von Anfang an. Man weiß nicht warum, aber es ist da. Irgendwo in der Magengegend drückt und zwickt es. Wenn sich dann diese Geschichte genau in die „gefühlte“ Richtung entwickelt, ist es manchmal besser getrennte Wege zu gehen. Geld ist nicht alles, der Seelenfrieden jedoch ist wichtig. Zumal wenn so etwas zur Last wird und wertvolle Zeit raubt, die man bei anderen, zufriedeneren Kunden hätte verbringen können.

Natürlich gibt es immer zwei Seiten. Kunde vs. Handwerker. Eine Argumentationsschlacht, die in so einer Situation nicht enden will. Erste Anzeichen für eine schwierige Beziehung: ich nenne es Zwischenabnahmen. Man tapeziert Rauhfaser und bekommt gesagt, dass die Ecken komisch aussehen. Naja, wenn Rauhfaser nicht gestrichen ist und die Ecken noch nicht versiegelt, sieht das tatsächlich immer komisch aus. Egal. Erklären, beruhigen, weitermachen.

Wenn dann beim Streichen an 3-4 Stellen die Nähte aufgehen, ist das kein Weltuntergang. Wir reden ja immer noch über Rauhfaser. Und Raumtemperaturen von gefühlten 50° Celsius. (der Fachmann weiß um die Problematik)

Weitere Anzeichen folgten. Aber wir gehen jetzt nicht ins Detail. Es bleibt ein Kunde, der nicht zufrieden gestellt werden wollte oder konnte. Überhöhte Ansprüche? Zumindest schienen wir nicht qualifiziert genug für die Arbeiten. Macht nix. Wir wissen was wir können. Und wenn ein Kunde im gesamten Jahr das so meint, ist zwar schade, aber verkraftbar. Auf dieses Jahr bezogen wären das (bis jetzt – es folgen ja noch ein paar) 1,66% unzufriedene Kunden. Also ergibt sich: 98,34% zufriedene Kunden. 100% Zufriedenheit wäre doch auch mehr Schein als Sein, oder? Schließlich sind wir alle Menschen…

Die Geschichte ist abgehakt. Und es geht mir besser.

2 Comments

  • Guten Morgen Sascha.
    Mit Vergnügen habe ich Deinen Eintrag gelesen.Auch ich hatte Kunden , bei der Nennung deren Namen bekam ich jedes Mal eine Gänsehaut, also auch so ein unangenehmes Gefühl, wie bei Dir.
    Jedes Mal bestanden sie aber darauf , dass ich kommen sollte.
    Es kam mir so vor, als wenn sie (diese Kunden) mit einer Lupe und auf dem Bauch durch die Baustelle krochen , um Fehler zu suchen.
    Um diese Leute zufrieden zu stellen ,habe ich immer dann folgendes gemacht:Einen kleinen Feiertag hintrelassen, eine Tapetenecke lose gelassen, etwas , das schnell zu beheben war, und siehe da ,ich hatte zufriedene Kunden.
    Ich galt in unserer Fa. als Perfektionist, hautsächlich bei der höheren Charge der ALDI Mitarbeiter. So äusserte sich der Karl Albrecht jun., als ich seine Villa in MH renovierte, Herr Böttcher, leben sie hier nicht ihren Perfektionismus aus, ich möchte nur mein Schlafzimmer weiß gestrichen haben!
    Jo, ich hatte mir in all den Jahren einen guten Namen gemacht, wie man so sagt.Und vergessen haben sie mich anscheinend auch nicht.
    Bei einem Besuch in der alten Fa. trat mein Nachfolger mit seinem Chef aus seinem Büro und nachdem mich der Chef begrüßt hatte, hörte ich von ihm (Nachfolger) “ Ach , sie sind der berühmte Herr Böttcher, schön , mal diese Legende kennen zu lernen“
    Na, da war ich vielleicht platt und das nach 10 Jahren.Gefreut hat es mich trotzdem.
    Fazit, Du machst es schon richtig, da hab ich keine Bange.

    So , es grüßt Dich Kollege Kuddel

    21. November 2011 at 11:17

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