Intimsphäre

Intimsphäre

Komische Überschrift?

Kann sein, aber die beschreibt am Besten, was mir gerade durch den Kopf geht. Heute war wieder so ein Schlüsselerlebnis auf der Baustelle. Und zwar eins, dass mir wieder mehr als bewusst gemacht hat, das wir als Handwerker regelmäßig in die Intimsphäre unserer Kunden eindringen und am Alltag teilhaben. Egal was passiert.

Was meint der bloß?

Ist doch klar. Wir dringen in das Heiligtum ein: die eigenen vier Wände. Badezimmer, Arbeitszimmer und Schlafzimmer werden von uns besetzt, in Folie eingepackt oder ausgeräumt (ich meine nur: die Möbel in Sicherheit bringen, lieber Leser). Wir bekommen private Details mit, bringen Tagesabläufe durcheinander. Von einem, meist fremden Menschen, namens Kunde.

Respekt und Einfühlungsvermögen

Quatsch! Wir sind doch Handwerker. Wir sind auf’m Bau. Da gibt’s sowas nicht. Nein, ich denke diese Zeiten sind lange vorbei. (wobei man differenzieren sollte. Auf dem Neubau weht ein anderer Wind. Aber wir reden hier ja gerade über Privatkunden)

Wenn wir schon das Vertrauen geschenkt bekommen, diese heiligen Hallen zu betreten, dann sollten wir auch mit dem nötigen Respekt diesen Räumlichkeiten, dem Inventar und an oberster Stelle dem Kunden begegnen.

Wir bekommen Familiengeschichten und menschliche Schicksale ans Herz gelegt. Oder noch dramatischer: wir erleben diese während der Ausführung der Arbeiten mit.

Wer nicht zuhören will oder kann, ist hier falsch.

Softskills – eben nicht nur Fachwissen

Diese schöne neue Wort „Softskills“. Was hat das mit Handwerk zu tun? Alles! Aber das ist ja nix Neues, oder?

 

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