Hände.

Hände.

Nur mal kurz vorweg…

Es gibt so viele Sachen, über die ich gerne bloggen würde. Viele davon passen aber definitiv nicht hier hin. Dies ist nunmal kein privater Blog. Und für einen privaten Blog fehlt definitiv die Zeit. Außerdem: ich finde, das geht euch eh nix an.

Es gibt tatsächlich einige Blogartikel, die ich schrieb und die hier immer noch „auf Halde“ liegen. Ihr werdet die niemals lesen, da sie zu privat sind. Aber schreiben befreit mich, habe ich festgestellt. Manchmal auch in nur 140 Zeichen.

Den nun folgenden Inhalt schleppe ich seit Monaten mit mir rum. Und er muss raus. Und, ich denke mittlerweile, er passt hier hin. Weil es betrifft die Wurzel. Die Wurzel von allem, was ich aktuell so mache, beruflich natürlich. Schlussendlich auch das Gedöns, was da drumherum entstanden ist. Social Media und so.

Auch die mitunter wichtigste Entscheidung, die ich je traf: die Schule kurz vorm Abitur abzubrechen und eine Ausbildung als Maler- und Lackierer anzufangen.

Es geht nur um Hände.

Hände. Die sind schon in der übergeordneten Bezeichnung meines Berufes enthalten, dem Handwerk. Mir fällt da immer ein wunderschöner Tweet (von @grantscheam, glaube ich) ein: „Die Hände von Handwerkern sind die ältesten 3D-Drucker der Welt.“.

Allerdings geht es hier nur um die beiden Hände auf dem Foto oben.

Man sieht insgesamt 127 Jahre, auf zwei Hände verteilt. Aber nur eine von beiden hat was nachhaltiges geschafft.

Sie hat die andere Hand inspiriert. Unbewusst. Sie hat die damals noch ziemlich junge Hand inspiriert, einen Weg einzuschlagen, der eigentlich so nicht geplant war.

Sie war eine Art Vorbild.

Sie hat ihr gezeigt, dass sie Sachen erschaffen kann.

Sie hat ihr mit auf den Weg gegeben, dass Humor, Spaß und ein flotter Spruch den Alltag so einfach aufhellen können.

Sie hat sie auch angespornt, kräftig anzupacken. Alles zu geben.

Sie hat eine der schwersten Zeiten unseres Landes überlebt, ohne gebrochen zu werden.

Sie war sogar zu dieser schweren Zeit in Russland. Und liebt dieses Land. Immernoch. Trotz des erlebten. (Wenn du weißt, was mein Vorname in Russland bedeutet, findest du auch den Vornamen der Hand.)

Und jetzt?

Die andere Hand… die steht ganz am Anfang. Aber sie weiß jetzt, warum sie da ist, wo sie ist. Sie weiß jetzt auch, warum sie manche Entscheidungen getroffen hat, vielleicht auch unbewusst geleitet von der anderen Hand.

Jetzt erschafft sie, diese junge Hand. In der Hoffnung, das richtige zu erschaffen.

Und hält vorsichtig… die andere Hand.

 

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