Erst denken, dann dämmen
Twitter hilft
Ja, dank Twitter bin ich, zum Glück, noch kurzfristig zum “Symposium Innendämmung” von Claytec gekommen. Es war eigentlich schon ausverkauft. Aber mit einem kleinen Tweet äußerte ich mein großes Interesse an diesem Symposium und *schwupps* wurde doch noch ein Platz frei und ich bekam eine Karte. Super!
Erstmal zur DEUBAU
Im Ticket mitinbegriffen war eine Tageskarte für die DEUBAU. Essen ist ja quasi um die Ecke, da bin ich mal hingefahren. Ich muss sagen, für den Malermeister war es eher nicht interessant. Bis auf eine handvoll Anbieter. Zwei Stück waren hochinteressant. Zu einem fahre ich am Freitag zu einem Tages-Seminar. Tolle, mineralische Oberflächen. Später mehr dazu. 🙂
Das Symposium Innendämmung – Teil 1
Grandiose Kulisse: die Zeche Zollverein in Essen. Grandioses Thema: die Innendämmung. Nicht nur. Auch die uns bekannte Fassadendämmung war auf dem Prüfstand. Eigentlich nichts neues. Aber fachlich fundiert. Für mich ist eine Innendämmung schon lange eine Alternative, nur habe ich persönlich das Gefühl, dass es noch nicht so richtig in den Köpfen der (potenziellen) Bauherren bzw. Kunden angekommen ist. In den Medien wird schließlich oft nur die Fassadendämmung propagiert. Oder von der mächtigen Industrie, oder von Architekten, oder Energieberatern, oder Handwerkern…
Verstehen Sie mich nicht falsch, auch wir dämmen Fassaden. Nur ist nicht jede Fassade dafür prädestiniert. Der Kuhstall zum Beispiel. Nur mit Aussendämmung technisch einwandfrei umsetzbar. So manches Reihenhaus z.B. sieht sogar besser aus wie vorher.
Hat eine nachhaltige Innendämmung keine Lobby?
Warum, frage ich mich. Dabei ist es doch so einfach: “Erst denken, dann dämmen.” Nicht jedes Haus muss zwingend von aussen gedämmt werden. Wäre auch schlimm für unsere Stadtbilder. Quadratisch, praktisch, gut. Sie wissen was ich meine?
Gerade noch in Wuppertal gesehen. Eine schöne Stuckfassade wurde mit einer Wärmedämmung eingepackt. Die historisch wertvolle Optik? Im Arsch. Ich muss bei Gelegenheit mal ein Foto machen. Es ist wirklich schlimm, glauben Sie mir.
Zurück zur Innendämmung. Im Hintergrund wird seit Langem an technischen Richtlinien und Merkblättern, sowie Zertifikaten gearbeitet. Die Systeme sind schon lange ausgereift und funktionieren. Nur: nicht jedes Haus ist geeignet. Die Rahmenbedingungen müssen stimmen…
Im nächsten Blogpost: mehr Details zur Innendämmung, frisch zubereitet aus den Vorträgen beim Symposium Innendämmung. 🙂
nispuk10
Moin Sascha.
Aber ziehst Du damit nicht den Taupunkt nach innen, hinter die Dämmung ? Wir haben damals im Labor Versuche in diese Richtung gemacht und , egal welche Stärke die Mauer hatte , war es nur eine Frage der Zeit , wann die Feuchtigkeit hinter der Dämmung auftauchte. Nun wird es natürlich Heute neue technische Möglichkeiten geben, dieses zu umgehen. Ich weiß nicht , wie weit die Forschung Heute ist.
Mit kollegialem Gruß Kuddel
Sascha Trynoga
Nanu? Neuer Nutzername? 🙂
Die Systeme sind schon sehr ausgereift und erfordern eine gründliche Planung. Das Taupunkt-“Problem” ist nebensächlich, weil es keins mehr ist. (Wobei die oft genannte Raumfeuchte in diesem Zusammenhang unwichtig ist, da sehr gering.)
Stichwort: diffusionsoffene Innendämmung. Die funktioniert langfristig und schadensfrei.
Viel wichtiger ist, das keine Feuchtigkeit von aussen in das Mauerwerk eindringen kann, und: fachgerechter Einbau!
Aber auch Aussendämmung können regelrecht absaufen…
Pingback: CLAYblog Österreich » Symposium “Innendämmung” von Claytec Deutschland, Nachlese