Ausschreibungs-Wahnsinn

Ausschreibungs-Wahnsinn

Eins vorneweg: Ich habe nix gegen Ausschreibungen. Im Gegenteil. So manches interessante Bauvorhaben wurde über diesen Weg der Auftragsgewinnung durch uns abgewickelt. Einzige Einschränkung: zu 90% kamen diese Ausschreibungen über persönliche Empfehlungen auf meinen Schreibtisch.

Anders verhält es sich mit Anfragen, die „ins Blaue hinaus“ versendet werden. In Zeiten von Google, kann ein ausschreibendes Unternehmen leicht einen, angeblich passenden, Betrieb finden. So kommt es dann auch bei uns ab und zu vor, dass so eine Ausschreibung per Post oder E-Mail bei uns landet.

Meistens sind es Anfragen von Bauträgern, oder Planern, die bisher nicht im geringsten mit uns in Kontakt standen. Das ist soweit nicht schlecht, weil:

Wir werden über Google gefunden. Das ist gut so.

Leider landen dann auch Ausschreibungen bei uns, die entweder unsere Leistungsfähigkeit deutlich überschreiten oder aber mit Abgabefristen versehen sind, die jenseits von Gut und Böse sind.

Drei Beispiele:

  • Ausschreibung per Post. Ein gut gefüllter DIN A4 Umschlag. Eine CD-ROM, allerhand Papier. Bauvorhaben: ein neues Logistikzentrum für eine namhafte, deutsche Spedition. Bauträger ist ein ebenso bekanntes deutsches Unternehmen. Nunja. Nett gemeint. Auftragsvolumen: 7-stellig. Vielen Dank, wir sind ein zwei Mann Betrieb.
  • Ausschreibung per E-Mail. Allein die Überschrift machte mich stutzig. Zitat: „EILT!“. Abgabetermin: selbes Datum, wie E-Mail Eingang. Ne, Leute. So nicht. Kein Interesse. Unter diesen Voraussetzungen eine Ausschreibung ausarbeiten ist unmöglich.
  • Auch per E-Mail. Brandschutzmaßnahmen Autobahntunnel (!). Öffentliche Hand. Wo auf unsere Homepage steht nochmal, dass wir auch Arbeiten zum Brandschutz ausführen?

Leider wird also viel zu oft „ins Blaue hinein“ angefragt. Ein bisschen Recherche im Vorfeld, spart allen Beteiligten Zeit und Geld. Es reicht sogar ein kurzes Telefonat, ob man überhaupt interessiert ist.

Das macht die Ganze Angelegenheit sogar persönlicher 😉

3 Comments

  • Ein Angbeot bei den Beispielen 1 und 3 abzugeben dürfte wohl auch nicht wirklich sinnvoll sein, da der Auftraggeber ja bereits eklatante Fehler bei der Bieterauswahl gemacht hat…

    12. Juli 2011 at 13:42
  • Das zeugt eher davon, dass man das Kriterium „wurde ausgeschrieben“ erfüllen musste und dann schließlich dem Schwager den Auftrag gegeben hat.

    20. Juli 2011 at 9:14

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